12.05.2008: Schafft den öffentlich-rechtlichen Rundfunk endlich ab
Von: Thomas Mickeleit
Die gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Sender gerieren sich in der aktuellen Debatte um die Ausweitung ihrer Internetaktivitäten als Opfer. Der verlangte "Sendebezug" wird dann schon mal zum "Morgenthau-Plan". Mir kommen die Tränen. Die öffentlich-rechtlichen Sender gehören einfach abgeschafft. Ihre historische Legitimation haben sie mit der Digitalisierung verloren. Terrestrische Frequenzen waren in der Entstehungszeit des Rundfunks knapp und damit regulierungsbedürftig. Heute stehen durch zusätzliche Frequenzbereiche und Digitaltechnik und durch das Internet nahezu unbeschränkt Verbreitungskanäle zur Verfügung. Niemand benötigt mehr eine Regulierung. Was mal als Garant für Meinungsvielfalt im Rundfunk gedacht war, ist inzwischen in ihr Gegenteil verkehrt. Millionen von Besitzern von Rundfunkempfängern (in welcher Erscheinungsform sie heute auch daher kommen - die CNC Drehmaschine mit Internetzugang?) werden zur Kasse gebeten, um Opfer allgemeiner Volksverblödung zu werden. Für jedes noch so dämliche Format, das im privaten Rundfunk Zuschauer findet, gibt es eine nicht weniger dämliche Replik. Perfide dabei ist dabei dann die Strategie sich damit auch noch ins Web auszuweiten - nicht ohne dabei noch Gebühren von denjenigen zu verlangen, die auch dort alles andere als das Bedürfnis haben, sich die Rentnersender (Durchschnittsalter der ZDF-Zuschauer: 60) reinzuziehen. Da Brüssel dem Treiben bedauernswerter Weise rechtlich nicht den Garaus machen konnte, gilt es, jetzt das Schlimmste zu verhindern. Beschränkung der Gebührenanteile, die für die Internetauftritte eingesetzt werden dürfen. Strikter, restriktiv ausgelegter Sendebezug und Massenmobilisierung gegen die weitere hemmungslose Gebührentreiberei.







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