In der völligen Scheinwelt des nachgebauten Markusplatz im Hotel Venetian in Las Vegas kommt die Agenturmeldung auf meinen PDA - Time Warner unterstützt nur noch Blue-Ray und nicht mehr HD-DVD als Nachfolgeformat der DVD. Einen Tag vor Beginn der CES in Las Vegas eine schöne Nachricht für die Medien, die noch ein wenig ratlos nach den großen Themen der Consumer Electronic Show unterwegs sind. So darf man schon jetzt prognostizieren, dass noch mal der gesamte Bogen gespannt wird, welche Unterstützer in welchem Lager mit welchen Waffen bereit stehen. Auch der unvermeidliche Hinweis auf den alten Formatkrieg zwischen Video 2000, Betamax und VHS wird nicht fehlen. Dabei wird sich schon sehr bald herausstellen, dass auch die aktuelle Schlacht eine von gestern ist. Das Moorsche Gesetz bezieht sich nicht nur auf Prozessorgeschwindigkeiten, sondern in einem noch höheren Faktor auf Speicherkapazitäten (100) und Übertragungsbandbreiten (1000). Digitale Inhalte (also vor allem Bewegtbild) liegen im Internet und kommen über VDSL Leitungen nach Hause. Die Set-Top Box, die auch eine X-Box sein kann bzw. der PC ist selbst oder in Verbindung mit einem Fernsehgerät die Ausgabeeinheit. Für kleine Silberlinge - und haben sie noch so hohe Speicherkapazitäten - gibt es allenfalls noch in einer Übergangszeit Bedarf. Ein Medium, auf das digitale Inhalte von der Festplatte des Rechners oder Home Servers ausgelagert werden müssen, braucht es mit anderen Worten nicht mehr.