19.10.2006: Medientage München - Jeder hat seine Glaskugel
Von: Thomas Mickeleit
Also auf den Medientagen in München war ich heute auch. Und weil da so viele Kolleginnen und Kollegen versammelt waren, hat man sich dann nicht mal gesehen (so ging es mir mit dem geschätzten Co-Blogger Gunnar Bender). Um Web 2.0 ging es natürlich überall. Auch um die Zukunft des Fernsehens. Eigentlich hätten die Vertreter des linearen Fernsehens ganz deprimiert sein müssen. Der Zuschauer wurde allgemein als "Nutzer" wieder entdeckt und die Sender, vor allem die werbefinanzierten Privatsender als Verlierer. Das wundert nun weniger. Zu den Verlierern gehören nach AT-Kearney (siehe medientage.de) auch die Netzanbieter, die sich "Bit-Pipe" verunglimpt fühlten. Der Telekomvertreter fand das überhaupt nicht gut, weil sie doch so viel in die Netze investieren und überhaupt der "Enabler" von IPTV seien. Hat er vergessen, dass die Telekom ausch schon mal 50 Milliarden für eine nutzlose UMTS Lizenz versenkt hat...Geschichte wiederholt sich (wohl doch). Apropos Marx: Nett die Aussage, Web 2.0 sei eine Umverteilung der Produktionsmittel. Da ist was dran, nur was sagt uns das. Jetzt kommt die Glaskugel ins Spiel. Am Ende geht es doch darum, was der Nutzer/Zuschauer eigentlich will und was man machen könnte, damit irgendein (werbebasiertes) Geschäftsmodell künftig noch funktioniert. Antwort: keine.






