Print


Uwe Vorkötter, Chefredakteur Frankfurter Rundschau: "Wir können uns drehen und wenden wie wir wollen, aber auf dem klassischen Printmarkt werden wir keine wesentlichen Reichweitenzuwächse mehr erzielen. Wir müssen heute um jeden einzelnen Leser ringen. Auch im Internet kriegen wir die jungen Leute nicht automatisch. Es gibt dort eine ungeheure Konkurrenz für uns. Wir müssen sehen, was unsere Stärken sind, und uns darauf konzentrieren. Letztendlich aber werden allein die Inhalte entscheiden, ob wir erfolgreich sind."
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Gerade habe ich hier vom Everywhere Magazine gelesen, dem offenbar ersten komplett User generated Periodikum. Oder gibt es bereits andere Beispiele?

Wie auch immer, ich bin sehr gespannt, wie sich das entwickelt. Kann funktionieren, glaube ich, und Schule machen. Vor allem wenn es um die schönen, musischen Dinge geht - Kunst, Mode, Stil, Architektur, etc. und eben Reisen. Großartige (nicht-redaktionelle) Inhalte dafür gibt es mehr als genug, und blanke Kaffeetische erst recht.


Gestern ist es passiert, beim gemütlichen Sonntagszeitunglesen (Print) hat meine Hand nach der Maus getastet, um zum nächten Artikel zu scrollen. Für mich (Digital Immigrant) ist das so eine Art gefühlter Break Even für die Online-Medien ...


Jan-Eric Peters, Direktor der Axel-Springer-Akademie, über die Zukunft der Print-Gattung: "Ich bin überzeugt, dass der Trend weg von Print und hin zu Online geht. Das ist eine riesige Chance für den Onlinejournalismus. Ich glaube nicht, dass Print komplett stirbt, aber wir können nicht die Entwicklung der letzten Jahrzehnte ignorieren. Die zentrale Frage ist jedenfalls, gibt es in Zukunft genug Geld, guten Journalismus zu bezahlen."


Marc Ziegler und das Team von TimeLabs haben mit der Studie „GridMedia – (Überlebes-) Strategien für Publisher im digitalen Zeitalter“ ein brisantes Statement zur Zukunft der Printmedien vorgelegt. Was immer man von der ein oder anderen polemischen Überspitzung oder einigen überflüssigen sachlichen Nachlässigkeiten halten mag: Selten sind die Konsequenzen des Web 2.0 für Tageszeitungen, Zeitschriften und Fachzeitschriften umfassender und schonungsloser analysiert worden.