Konsumverhalten


Kaum beschäftigt man sich mit einem Thema intensiver, sieht man es überall. Mir geht es jedenfalls so mit dem Thema Gendermarketing. Seit dies ein Schwerpunkt meiner Arbeit ist, springt mich das Thema förmlich überall an. Geht es Ihnen auch so? Das SZ magazin analysiert, was Frauen wirklich wählen, Spielgel online deklariert die wachsende Stärke der Frauen in Unternehmenspositionen als "Sache des Willens", das Weltwirtschaftforum betont die Bedeutung von Frauen in gesellschaftspolitischen Fragestellungen.
Ja schön, dass - vor allem die Herren – die wachsende Macht der Frauen so betonen. Dabei ernüchterten mich erst vor kurzem die Diskussion in einer Think-Tank Veranstaltung in München zum Thema Gendermarketing.
Gendermarketing-Experting Diana Jaffé, die sich auf diese besondere Form des Marketings spezialisiert hat, prangerte an, wie einfach es sich Produktentwickler immer noch machen, wenn sie Produkte für Frauen konzipieren. „Shrink it and pink it“ ist immer noch ein gängiger Ansatz, der in der Regel fehlschlägt. Nicht nur aufgrund der Tatsache, dass weniger als acht Prozent der Frauen die Farbe Pink als ihre Lieblingsfarbe sehen. Jaffé präsentierte aber auch eine Alternative. Spannenderweise abgeleitet aus der Autismusforschung. Schockierend für die Herren: Authisten sind zu 80 % Männer.


Da hat Co-Blogger Roland Freund ein interessantes Thema punktgenau zur Diskussion gestellt. Konsumverhalten und das kommende Weihnachtsgeschäft, aus amerikanischer Sicht und aus "deutscher Brille". Gerade heute Morgen hat sich die GfK zu Wort gemeldet. Dort gibt es solche Sätze zu lesen: "Unter den zuletzt leicht eingetrübten Rahmenbedingungen, zunehmend kritische Stimmung für eine höhere Skepsis der Verbraucher".

Irgendwie schaffen wir Deutschen es immer wieder, die erschwerten Bedingungen nach vorne zu stellen und dabei die positiven Signale zu vergessen. Es gibt eigentlich nur einen Bereich, bei dem das Geschäft ein bisschen anders läuft und das sind Börsenempfehlungen. Mir sind kaum Banken und Finanzdienstleister bekannt, die ausgerechnet mit der Empfehlung "Verkaufen!" ihr Geschäft wesentlich vorangetrieben haben.