Internet TV

Zum Jahresbeginn haben wir heute eine qualitative
Studie vorgestellt, die zusammen mit der
GPRA Gesellschaft Public Relations Agenturen e. V. entstanden ist. Entscheider für Unternehmens- und Produktkommunikation in namhaften Unternehmen (u. a. dabei: ABB, Bosch, eBay, GEA, Microsoft, McDonalds, Nike, Otto, Puma, Ravensburger) wurden befragt, wie sich die PR auf den Strukturwandel der Kommunikation einstellen muss. Die Ergebnisse: Die Verknüpfung von Strategie und Kommunikation sowie die Auswahl passender Instrumente für differenzierte Zielgruppen wird schwieriger. Das erhöht die Anforderungen an transparente Prozesse, Evaluationsmethoden und die Zusammenarbeit mit Dienstleistern. Die Herausforderungen sind erkannt: PR-Entscheider sind mehrheitlich bereit, einen Teil ihrer weiterhin steigenden Budgets in fundierte Beratung zu technologischen und sozialen Entwicklungen, Pilotprojekte und neue Mitarbeiter zu investieren. Bisherige Geschäftsmodelle von PR-Agenturen bleiben zwar profitabel, bieten aber wenig Phantasie. Insgesamt konnten wir sechs Herausforderungen für Dienstleister identifizieren - ganz wichtig ist meiner Meinung nach dabei die von
Thomas Mickeleit bereits angesprochene Kompetenz für Bewegtbild-Kommunikation. Dieses Thema wird die Branche in 2008 stark bewegen, vor allem im Zusammenhang mit IPTV.

Am Wochenende hat der Bombardier-Kommunikations-Direktor und Autor Frank Martin Hein in seinem grozügigen Loft in der Berliner Torstr. die Salon-Tradition im besten Sinne wieder belebt. Und nicht nur das. Sein Verdienst ist, ein Buch herausgegeben zu haben, dass auf die aktuellen Diskussionen in unserer Profession erheblichen Einfluss haben dürfte. In dem Harry-Potter-dicken Band mit 609 Seiten beschreiben Kommunikatoren aus sehr unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungshintergründen den Einfluss der elektronischen Unternehmenskommunikation auf die Kultur eines Unternehmens.

Endlich entdecken auch die "traditionellen" Agenturen das Potential der Bewegtbildkommunikation und reden nicht nur drüber und warten ab, sondern handeln.
Herzlichen Glückwunsch an Fischer-Appelt zum Erwerb der DaimlerChrysler tv.media GmbH. Ich freue mich auf die "Bewegung" im Markt.
Ich bin auch froh darüber, dass in den Pressemitteilungen von "Bewegtbildkommunikation" und nicht von Fernsehen oder CorporateTV oder BusinessTV gesprochen wird. Alle diese Begriffe sind "vorbelastet" und führen die Diskussion immer wieder weg vom eigentlichen Thema.
Das Thema birgt riesige Chancen, die aus der nahezu unbegrenzten Möglichkeit resultieren, Inhalte immer mit dem besten Wirkungsgrad aufzubereiten und zu adressieren. Will heißen, sobald ein Unternehmen versteht mit dem Internet und dem darin integrierten Bewegtbild umzugehen, hat es einen Kanal zum Kunden. Der muß "nur noch" intelligent gestaltet werden. Und wenn dann sogar ein "Marken-Channel" daraus wird, ist das ein Teil der Kür.
Es wäre toll, wenn immer mehr Agenturen mit ihren Kunden über das "sowohl als auch" anstatt über das "entweder - oder" diskutieren würden. Aus meiner Sicht geht es nicht um die Frage, ob Internet-Videos das Fernsehen verdrängen oder der "30-Sekünder" durch Video-Casts ersetzt wird, sondern welche Kompetenzen in der Unternehmenskommunikation in der Zukunft diese Fragen beantworten und neue Vorschläge auch umsetzen können.

Strahlend blauer Himmel, mehr als 80.000 begeisterte Zuschauer vor Ort, Millionen vor den Fernsehern (ARD, Phoenix & MTV) und live im Web auf
aol.de/p8! Als offizieller Medienpartner hatten wir ja einiges erwartet, doch was wir dann am letzten Donnerstag in Rostock erlebten, das hat selbst unsere kühnsten Erwartungen übertroffen. Bono, Geldof, Grönemeyer und Co. hatten zum "Stimmen gegen Armut"-Konzert geladen und alle waren gekommen. Über unser Engagement habe ich ja bereits
hier berichtet und auch welche Rolle das Thema Web 2.0 für uns dabei spielte.
Wer es immer noch nicht glauben mag, 'User Generated Content' war ein zentraler Treiber der Berichterstattung. Und noch immer laden Konzertbesucher ihre Fotos und Videos auf die Plattformen von AOL.
Videos unter: uncutvideo.aol.de/events/P8-Konzert
Fotos unter: fotocenter.aol.de/galleries/tags/p8
Zahlreiche Blogger haben ja mittlerweile ihre Eindrücke geschildert (z.B.
Gipfelblog,
ahlers.,
Massenpublikum,
Christoph Burseg,
MC Winkel,
Cherno Jobatey und last but not least
AEDT), mein ganz persönliches Highlight war allerdings die Minute, als sich der Rostocker Bürgermeister
Methling plötzlich Hemd und Krawatte vom Leib riss, um sich spontan ein AOL T-Shirt überzuziehen.

Diese "Woodstock/Rostock"-Shirts, die wir eigentlich nur als Souvenir für unsere Mitarbeiter produziert hatten, werden wir wohl bald offiziell im Web zum Kauf anbieten, denn noch immer ist die Nachfrage riesig.
(NACHTRAG: 11.06.2007) GESAGT, GETAN! -- Hier die Shirts im neuen
AOL-Spreadshirt-Shop. Web 2.0 macht's möglich. ;-)

Es ist wieder Hochsaison für die Kommunikationsverantwortlichen bei IT/TK/UE-Unternehmen. 6.059 Aussteller buhlen vor Ort um die Gunst der ca. 8.000 akkreditierten Journalisten, davon ca. 25% aus dem Ausland. Wie
Newsaktuell neulich berichtete, nutzen 60,5% der Unternehmen, die gar nicht auf der Messe sind, die CeBIT als PR-Option. Es gibt auf dem Messegelände sogar Presseveranstaltungen von Unternehmen, die eigentlich gar nicht da sind.
Der offizielle Kalender für die Presse wies in diesem Jahr über 120 Veranstaltungen aus. Die informellen Pressegespräche in kleinerem Rahmen noch nicht mitgezählt. In Relation zu den Jahren um die Jahrtausendwende bekommen die CeBIT und ihre Aussteller heute