Innovationsmanagement


Zum Ende unseres mediacoffee-Blogs (siehe Ankündigung von Jens Petersen) sei noch etwas Werbung in eigener Sache gestattet. -- Auch auf die Gefahr hin, Klaus Jarchows These von der mangelnden Dialogfähigkeit der PR noch zu stützen... ;-)

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Zum Thema Innovationskommunikation wird es auch als Blog eine Fortsetzung geben. Wir arbeiten daran und geben Bescheid. Wer möchte, kann unterdessen im XING-Forum "Innovationsmanagement" mitlesen. Hier haben wir zusammen mit gut 5.500 Experten in den vergangenen vier Jahren fast 7.000 Diskussionen geführt. Nicht nur zu Kommunikaiton, natürlich, aber eben dazu auch.

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Neu erschienen ist gerade die dritte Auflage von "Wissenschaft kommunizieren".
Seit dem heutigen Web-Relaunch lässt sich die erste Ausgabe komplett als E-Paper durchblättern, und Abonnenten können jetzt Dutzende Fachbeiträge kostenfrei herunterladen. Der Verlag war so nett, mir zu gestatten, einen Teil meines eigenen Beitrags hier noch zur Diskussion zu stellen -- beeilt euch, morgen ist Feierabend! ;-)


Einen rund 20-seitigen Themenschwerpunkt zu „Innovationskommunikation“ bietet der im F.A.Z.-Institut erscheinende „Innovations-Manager“ in seiner aktuellen Ausgabe (04/2008).
Das Heft gibt einen Überblick, vor allem zur Anwendung von Web-2.0-Werkzeugen und zur Zuspitzung von Produktbotschaften in der Unternehmenskommunikation. Ansgar Zerfaß macht in einem Interview die Relevanz kommunikationswissenschaftlicher Methoden wie etwa des „Framings“ für eine länder- und themenspezifische Technologie-PR deutlich.
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(Framing: -> Medienwirkungsforschung: Interpretation von Botschaften und Veränderung von „Deutungsrahmen“ durch den „Absender“).
In der aktuellen Ausgabe des „Innovations-Managers“ geht es außerdem um Praxisbeispiele von Siemens, MAN, Cisco u.a.m., und auch das Bundeswirtschaftsministerium hat einen Beitrag zu seinem „TOP-Programm“ beigesteuert.
Ein Artikel zur Rolle der Unternehmenskommunikation bei Open Innovation kommt von Prof. Täube (Wachstumsmanagement an der EBS) und mir selbst: „Stethoskop statt Megaphon“: Wir argumentieren darin unter anderem, dass zeitgemäße Innovationskommunikation nicht nur bedeute, Produkte und Forschungsergebnisse PR-technisch aufzubereiten und deren Markteinführung zu unterstützen, sondern auch die Meinungsbildung bei wichtigen Bezugsgruppen zu beobachten, den Fluss interner und externer Informationen zu managen und den Dialog mit den Partnern zu moderieren. Ziel müsse es sein, Entwicklungen in alten und neuen Märkten möglichst frühzeitig und mit geringem Aufwand zu verstehen.


Kommunikation ist zweifellos der Schlüsselfaktor bei der Vermarktung neuer Technologien. Doch während sich die Innovationsprozesse schon seit den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts nahezu überall auch Partnern und Kunden gegenüber geöffnet haben, hinkt die Kommunikation offenbar dieser Entwicklung um Jahre hinterher, wie eine Vielzahl von Studien übereinstimmend zeigt. Kommunikationsstrategie und Innovationsmanagement haben demnach oft geradezu gegensätzliche Vorstellungen, und nur in jedem zehnten Unternehmen sind die jeweiligen Prozesse systematisch miteinander verzahnt. Außerdem nutzt nur ein kleiner Teil der Unternehmen das ihnen eigentlich frei zur Verfügung stehende Potenzial für Entwicklungssprünge durch die Einbindung professioneller, externer Forschungsdienstleister. Sicher ist es kein Zufall, dass im deutschsprachigen Raum ausgerechnet die Marktführer eine vergleichsweise offene Innovationskommunikation in ihren Unternehmen leben. Best-Practice-Beispiele gibt es genügend, nicht zuletzt aus dem Mittelstand.
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Auch die Werkzeugkisten der PR-Berater sind bis zum Rand mit neuen Instrumenten für eine dialogorientiere Innovationskommunikation gefüllt, von Storytelling, Wikis und Corporate-Foresight im Unternehmen über Kunden-Communities, Lead-User-Analysen und Social Media Audits bis zu Conjoint-Analysen oder Corporate Blogs. Welche Instrumente wann zum Einsatz kommen, ist meist nur gemeinsam mit kompetenten Partnern richtig zu entscheiden. In jedem Fall steht die Kommunikation als wichtigster Katalysator für Innovationen vor grundlegenden Veränderungen.

Zwei Fachbeiträge hierzu sind gerade erschienen, auf die ich euch gerne kurz hinweisen möchte:

Wissenschaftsmanagement 04/2008, Seiten 20-29:
„Antennen müssen auf Empfang stehen: Eine offene Kommunikation ist entscheidend für den Erfolg von Open Innovation“
[Abstract s.u. -- Ausgabe als kostenloses Probeexemplar]

InnoVisions 03/2008, Seiten 76-86:
„Next Practice: Magazinspecial Innovationskommunikation“
Einen Großteil dieses Beitrag findet ihr online.

Weitere neu erschienene Fachartikel (als Paid Content)::
Open Innovation, Closed Communication – Eine Bestandsaufnahme: Wie offen agiert die Innovationskommunikation in Deutschland?

Idee sucht Innovator– Zu den Themen Crowdsourcing und User Innovation

Viele Schlüssel, ein Erfolg– Darüber, wie abseits traditioneller Wirtschaftsprozesse „Innovation Communities“ zum Erfolgsfaktor geworden sind

Von Lead Usern und Entrepreneuren – Wie Mittelständler die richtigen „Spürnasen“ aufspüren und daraus Wettbewerbsvorteile generieren

Und schließlich noch meine aktuelle Kolumne, Communiqué:
(Volltext s.u. oder ebenfalls online)


Nachdem die Vorstellung der deutschlandweiten Studie "Kommunikation als Erfolgsfaktor im Innovationsmanagement“ gemeinsam mit unserem Kooperationspartner, der Universität Leipzig, im April in Frankfurt sehr erfolgreich verlief, gab es am Dienstag, den 16. September im Münchner Literaturhaus eine weitere Veranstaltung zum Thema "Innovationskommunikation".

Neben der Präsentation der Studienergebnisse durch Prof. Dr. Zerfaß lag der Schwerpunkt auf der Vorstellung von Best Practices. Mit dabei waren diesmal Dr. Stefan Bungart von IBM Deutschland, Dr. Ulrich Eberl von Siemens und Dr. Patrick Illinger von der Süddeutschen Zeitung.

Alle Informationen zur Veranstaltung vom (Studienband, Präsentationen, etc.) finden Sie hier.