Wir haben diese Woche die Ergebnisse einer paneuropäische Studie unseres Agenturnetzes Oriella zum Thema "Digitaler Journalismus" vorgestellt. Teilgenommen haben 347 Journalisten aus Belgien, Deutschland, den Niederlanden, Italien, Spanien, Schweden und Großbritannien. In Deutschland wurde die Studie von den Oriella-Partnern PR-COM und Fink & Fuchs PR durchgeführt.

Die Umfrage zeigt, welchen Einfluss Web 2.0 Tools wie Blogs, Pod- und Videocasts auf die Arbeit von Journalisten genommen haben.

40 Prozent der Studienteilnehmer sehen einen wachsenden Einfluss von Videoinhalten. 44 Prozent bieten journalistisch ausgerichtete Blogs an, ein Fünftel produziert Audio-Podcasts und 24 Prozent Video-Podcasts. 46 Prozent der befragten Journalisten haben dabei das Gefühl, mehr Inhalte für ihre Zielgruppen produzieren zu müssen.

User-Generated-Content (UGC) scheint bei europäischen Journalisten hoch im Kurs zu stehen: 62 Prozent begrüßen ausdrücklich vom Leser erstellte Inhalte, über 70 Prozent der Medienangebote setzen auf Leserkommentare und immerhin 30 Prozent bieten die Möglichkeit, Bilder hochzuladen. Blogs werden von fast einem Viertel der Journalisten regelmäßig in Artikeln zitiert.

Beim Einstieg in die digitale Medienwelt scheinen Journalisten dennoch oft alleine gelassen zu werden. Fast 60 Prozent der Befragten gaben an, dass sie keine spezielle Einarbeitung für die Erstellung neuer Medienformate bekommen hätten.

Trotz steigender Anforderungen begrüßen die Befragten die Gesamtentwicklung: 88 Prozent gab an, genauso oder gar zufriedener mit dem Job zu sein als vor der digitalen Revolution.

Ein PDF des Berichtsbands erhalten Sie hier.