30.06.2008: Globalisierung gibt’s nicht nur als Einbahnstraße
Von: Roland Freund
Es ist überall auf der Welt dasselbe Spiel: Kaum stehen ausländische Konzerne zur Übernahme eines heimischen Unternehmens vor der Tür, ist die nationale Aufregung inklusive PR-Schlacht groß. Nein, es geht nicht um Deutschland – sondern um die USA. Die Hochburg des Kapitalismus ist da kein bisschen anders als andere Nationen.
Jüngste Beispiele: Der milliardenschwere Tankflugzeug-Auftrag an den europäischen EADS-Konzern soll zugunsten von Boeing gekippt werden und die mögliche Übernahme des US-Brauriesen Anheuser-Busch durch den belgischen InBev-Konzern gilt so manchen gleich als Ausverkauf Amerikas. Ganz zu schweigen vom Einstieg asiatischer Staatsfonds bei US-Banken im Zuge der Kreditkrise, als einige schon nach Gesetzen gegen zu starken ausländischen Einfluss aufs US-Finanzsystem riefen.
Vielen macht Globalisierung eben nur als Einbahnstraße Spaß. Ihre Verfechter sollten vielleicht erst einmal ihre Hausaufgaben machen, ehe sie so gern „Übernahme-Opfer“ andernorts belehren wollen.
Jüngste Beispiele: Der milliardenschwere Tankflugzeug-Auftrag an den europäischen EADS-Konzern soll zugunsten von Boeing gekippt werden und die mögliche Übernahme des US-Brauriesen Anheuser-Busch durch den belgischen InBev-Konzern gilt so manchen gleich als Ausverkauf Amerikas. Ganz zu schweigen vom Einstieg asiatischer Staatsfonds bei US-Banken im Zuge der Kreditkrise, als einige schon nach Gesetzen gegen zu starken ausländischen Einfluss aufs US-Finanzsystem riefen.
Vielen macht Globalisierung eben nur als Einbahnstraße Spaß. Ihre Verfechter sollten vielleicht erst einmal ihre Hausaufgaben machen, ehe sie so gern „Übernahme-Opfer“ andernorts belehren wollen.






