01.05.2008: Nein Sagen - eine kommunikative Herausforderung
Von: Oliver Schwartz
Mit einem "Nein" macht man sich bekanntlich nicht gerade beliebt. Weder als Vorgesetzter bei seinen Mitarbeitern, als Behörde bei den Bürgern, als freidenkender Politiker innerhalb seiner Fraktion, als Angebetete beim balzenden Verehrer, als Kundenservice beim service- und kulanzsuchenden Kunden, als Eltern bei ihrem Nachwuchs ... - ein "Nein" ist niemals einfach, sondern eine echte kommunikative Herausforderung.
Googelt man zum Thema reicht das Spektrum der Beiträge von den üblichen negativen Standortbestimmungen Deutschlands als Land der "Nein-Sager" bis hin zu nicht minder obligatorischen Ratgebern in Mädchen- und Frauenmedien, doch mal öfter "Nein" zu sagen und es nicht immer allen Recht machen zu wollen. Schaut man über den europäischen Tellerrand findet man schnell Länder- und Kulturen in denen ein hartes "Nein" mit allen diplomatischen und rhetorischen Mitteln vermieden wird.
Wie komme ich überhaupt auf dieses Thema? Zum einen kennen wir als PR-Profis die tägliche Situation: Als Pressesprecher muss man auch "Nein Sagen" können - beratend gegenüber dem eigenen Vorstand, diplomatisch gegenüber Medienanfragen nach Statements. Hinzu kommt die Flut an Sponsoringanfragen, die besonders gerne an Presseabteilungen gesendet werden, und der Absage bedürftige Vorstands- oder Unternehmensvorgänge, die auch auf Umwegen zielstrebig ihren Weg auf den Schreibtisch der PR-Leute gefunden haben. Jetzt haben sich zwei Münchner Marketiers dem Thema "Nein Sagen" und Absagemanagement im Unternehmen angenommen und mich mit ihrer relativ neuen Webseite zu diesen Zeilen veranlasst.
Eigentlich sollte man ja meinen, dass jedes größere Unternehmen ein professionelles Absagemanagement betreibt. Die Realität sieht aber natürlich anders aus. Absagen an Bewerber, Kunden, Aktionäre und Multiplikatoren erfordern weit mehr als ein Formschreiben oder eine Textverarbeitung mit Formulierungs-Bausteinen. Es gilt gesetzliche Regelungen zu beachten. Es gilt dem Absageempfänger mit einem individuellen Schreiben trotz eines "Nein" die Wertschätzung auszudrücken. Und: Es geht darum dem eigenen Unternehmen viel Geld zu sparen. Denn ein gut organisiertes Absagemanagement schafft Luft für das eigentliche, wesentliche Geschäft. Wer jetzt sagt "Klar, ist doch eine betriebswirtschaftliche Binsenweißheit!" sollte noch ein zweites Mal im eigenen Unternehmen hinsehen. Die Münchner NeinSager Fischer & Gebert konnten in den letzten Wochen bereits zwei namhafte Konzerne überzeugen, die ein nicht unerhebliches Einsparpotenzial ausgemacht haben.
Mein Eindruck: Ein altes Thema, das trotz aller modernen Kommunikationswege stets aktuell bleibt. Denn es geht um Kommunikation. Bekanntlich eine der spannendsten, faszinierendsten und schwierigsten Disziplinen. Warum nicht als PR-Fachmann das Thema Absagemanagement proaktiv anschieben? Den Vorstand, Controller und andere betroffenen Abteilungen (HR, Customer Care ...) sollte es freuen und auch unsere Arbeit macht es einfacher. Denn schlecht gemachte Absagen können dem Image und der öffentlichen Wahrnehmung von Unternehmen gehörig schaden und für Negativ-PR sorgen.
Googelt man zum Thema reicht das Spektrum der Beiträge von den üblichen negativen Standortbestimmungen Deutschlands als Land der "Nein-Sager" bis hin zu nicht minder obligatorischen Ratgebern in Mädchen- und Frauenmedien, doch mal öfter "Nein" zu sagen und es nicht immer allen Recht machen zu wollen. Schaut man über den europäischen Tellerrand findet man schnell Länder- und Kulturen in denen ein hartes "Nein" mit allen diplomatischen und rhetorischen Mitteln vermieden wird.
Wie komme ich überhaupt auf dieses Thema? Zum einen kennen wir als PR-Profis die tägliche Situation: Als Pressesprecher muss man auch "Nein Sagen" können - beratend gegenüber dem eigenen Vorstand, diplomatisch gegenüber Medienanfragen nach Statements. Hinzu kommt die Flut an Sponsoringanfragen, die besonders gerne an Presseabteilungen gesendet werden, und der Absage bedürftige Vorstands- oder Unternehmensvorgänge, die auch auf Umwegen zielstrebig ihren Weg auf den Schreibtisch der PR-Leute gefunden haben. Jetzt haben sich zwei Münchner Marketiers dem Thema "Nein Sagen" und Absagemanagement im Unternehmen angenommen und mich mit ihrer relativ neuen Webseite zu diesen Zeilen veranlasst.
Eigentlich sollte man ja meinen, dass jedes größere Unternehmen ein professionelles Absagemanagement betreibt. Die Realität sieht aber natürlich anders aus. Absagen an Bewerber, Kunden, Aktionäre und Multiplikatoren erfordern weit mehr als ein Formschreiben oder eine Textverarbeitung mit Formulierungs-Bausteinen. Es gilt gesetzliche Regelungen zu beachten. Es gilt dem Absageempfänger mit einem individuellen Schreiben trotz eines "Nein" die Wertschätzung auszudrücken. Und: Es geht darum dem eigenen Unternehmen viel Geld zu sparen. Denn ein gut organisiertes Absagemanagement schafft Luft für das eigentliche, wesentliche Geschäft. Wer jetzt sagt "Klar, ist doch eine betriebswirtschaftliche Binsenweißheit!" sollte noch ein zweites Mal im eigenen Unternehmen hinsehen. Die Münchner NeinSager Fischer & Gebert konnten in den letzten Wochen bereits zwei namhafte Konzerne überzeugen, die ein nicht unerhebliches Einsparpotenzial ausgemacht haben.
Mein Eindruck: Ein altes Thema, das trotz aller modernen Kommunikationswege stets aktuell bleibt. Denn es geht um Kommunikation. Bekanntlich eine der spannendsten, faszinierendsten und schwierigsten Disziplinen. Warum nicht als PR-Fachmann das Thema Absagemanagement proaktiv anschieben? Den Vorstand, Controller und andere betroffenen Abteilungen (HR, Customer Care ...) sollte es freuen und auch unsere Arbeit macht es einfacher. Denn schlecht gemachte Absagen können dem Image und der öffentlichen Wahrnehmung von Unternehmen gehörig schaden und für Negativ-PR sorgen.






