Am 16. November gibt's wieder ein media coffee zum Thema Web 2.0, diesmal in München. In Vorbereitung darauf habe ich versucht, meine Beobachtungen und Gedanken ein wenig zu strukturieren. Selbst auf die Gefahr hin, den einen oder anderen Medien-Web2.0-Kommunikations-Experten zu langweilen, stelle ich das Zwischenergebnis (um den Begriff Beta zu vermeiden) hier ein ...

1) Blogs und Social Media-Gattungen (User Generated Content) werden die Medienbranche in etwa so verändern wie Open Source (User Generated Software) die IT-Branche verändert hat *


- Die Rolle und der Stellenwert von User Generated Content wird deutlich zunehmen (in Deutschland ist hier noch reichlich Luft nach oben), aber er wird die klassischen Medienformen nur bis zu einem gewissen Grad verdrängen (ich liebe meine Sonntagszeitung, und sogar mein achtjähriger Sohn liest sie mit Interesse, also den Sportteil).

- Medien werden ihren Aufgabenschwerpunkt verlagern, und zwar von der Inhalte-Produktion zum Management von Inhalten (Klassifizierungen, Zusammenstellungen, Bewertungen, usw.) und von Beziehungen mit den Inhalte-produzierenden Nutzern. Wohl bemerkt, hier ist lediglich von einer Schwerpunktverlagerung die Rede, selbstverständlich werden Journalisten auch weiterhin Medieninhalte hergestellen.

- Medien werden immer mehr zu Anbietern von Werkzeugen und Plattformen für die Inhalte-Produktion und -Publikation durch die Nutzer.

*) Und was hat das jetzt mit der IT-Branche zu tun?