In Deutschlands PR-Etagen grassiert derzeit offenbar ein tückisches Gutmensch-Virus - mit fatalen Nebenwirkungen. Unternehmen aus allen Branchen präsentieren sich plötzlich zeitgleich ebenso umwelt- wie verbraucherfreundliche Gesellschaften. Beispiel Autobranche: Opel macht Deutschlands Straßen sauberer, Smart ist CO2-Champion, und mit dem VW kann man ökologischer fahren denn je. Hunderttausende investierten Unternehmen in den vergangenen Jahren in die PR; wenn sie gut gemacht war, mit dem Ziel, eine unique Positionierung in den Medien aufzubauen. Und nun? Der USP wird verwässert. In einer Art kollektivem Greenwashing haben sich Unternehmen landauf, landab das Thema Verantwortungsbewusstsein auf die Fahnen geschrieben. Alle machen dasselbe.*

Corporate Social Responsibility (CSR) ist alter Wein in neuen Schläuchen, aber aktuell höchst trendy. Ein Blick in die Vergangenheit würde fundamental helfen, CSR-Projekte wirklich erfolgreich zu kommunizieren. Best Practices mit substanzieller Veränderung in der öffentlichen Wahrnehmung des Untrernehmens sind zumindest höchst selten.

* Angelehnt an das Editorial der aktuellen w&v-Ausgabe, wo das gleiche Elend für die Werbung kommentiert wurde. Es mußten nur ein paar Wörter getauscht werden - so ähnlich ist die Situation.