09.02.2007: Kein Geld für PR-Erfolg
Von: Jörg Forthmann
Nach wie vor wird PR-Arbeit nicht nach Erfolg bezahlt. 67 Prozent der Mitarbeiter in Pressestellen und 61 Prozent der Agenturmitarbeiter haben keine erfolgsabhängige Komponente in ihrem Gehalt. Das ergibt der aktuelle PR-Trendmonitor von news aktuell und Faktenkontor. Das ist in höchstem Maße erstaunlich, denn die alte Welt - wir sitzen nahe des Vorstandsvorsitzenden und sind für Bekanntheit und Image zuständig - bröckelt gewaltig. Pressestellen geraten zunehmend unter Druck, ihren Nutzenbeitrag zum Unternehmenserfolg zu dokumentieren. Doch daran brechen sich die allermeisten PR-Verantwortlichen offensichlich alle Gräten, denn die bisherigen Instrumente zur Erfolgsmessung werden offensichtlich vom Topmanagement noch nicht ernst genommen. Und wenn wir mal ehrlich sind: Was wollen wir mit Leitz-Ordnern voller Clippings und zahlreichen Tortendiagrammen in der Medienresonanzanalyse schon sagen? Ja, es gab ein Medienecho. Nein, was das in unserer Zielgruppe bringt weiß ich nicht.
Marketing und Werbung sind da deutlich weiter. Hier lassen sich gute Ansätze finden, wie Änderung in Einstellungen und Verhalten durch Kommunikation gemessen und interpretiert werden können. Es lohnt offensichtlich, diese Konzepte auf die PR zu übertragen - dann gibt es vielleicht auch eher mal eine oppulente erfolgsabhängige Vergütung.
Wenn es hierzu bereits Erfahrungen gibt, freue ich mich auf ein Echo. Wen das Thema interessiert, der ist auch herzlich eingeladen, sich zu melden.
Marketing und Werbung sind da deutlich weiter. Hier lassen sich gute Ansätze finden, wie Änderung in Einstellungen und Verhalten durch Kommunikation gemessen und interpretiert werden können. Es lohnt offensichtlich, diese Konzepte auf die PR zu übertragen - dann gibt es vielleicht auch eher mal eine oppulente erfolgsabhängige Vergütung.
Wenn es hierzu bereits Erfahrungen gibt, freue ich mich auf ein Echo. Wen das Thema interessiert, der ist auch herzlich eingeladen, sich zu melden.







Bevor Erfolgsmesung eingeführt wird, müsste man sich darüber verständigen, was "Erfolg" in der Kommunikation überhaupt ist? In der Regel wird bei so einer Diskussion auf das zurückgegriffen, was eben gerade angeblich messbar ist. Und das Ergebnis ist purer Zufall im Gewande des "Realismus" und nennt sich Erfolgsmessung der Kommunikation.
Mein Vorschlag zur "Erfolgsmessung" ist viel einfacher: Wenn der Erfolg spürbar ist, dann ist die Botschaft bei denen angekommen, die sie verstehen sollten. Wenn er nicht spürbar ist, ist es nicht gelungen. Wem öfter was gelingt, der verdient mehr. Und wem etwas Gutes gelingt, der verdient sogar Anerkennung. Und alles andere Gelingen sollten wir gar nicht erst anstreben, oder?