19.09.2006: Die klassischen Medien sterben doch nicht aus - wie beruhigend
Von: Jens Petersen
Das Thema Web 2.0 ist endgültig in der Public Relations angekommen. Knapp 300 Pressesprecher, PR-Macher und Fachjournalisten waren heute in Hamburg in der Bucerius Law School bei unserem media coffee "Web 2.0 - Wie verändern sich Medien und PR?" dabei. Die gute Nachricht zuerst: Die klassischen Medien sterben nicht aus.

Für alle, die nicht im Audimax waren, hier das Wichtigste in Kürze:
Publikumsmagnet Mathias Müller von Blumencron, Chefredakteur, SPIEGEL Online beruhigte die Anwesenden. Der Bestand der klassischen Medien ist gesichert. Trotz Web 2.0. Die Anbieter von Fachinformationen müssen sich allerdings warm anziehen, wenn sie nicht vom Orkan Web 2.0 hinweggefegt werden wollen. Allein die Wochenzeitungen hätten es bisher verstanden, das Internet optimal für sich zu nutzen. "Es ist fatal, dass die Tageszeitungen bisher so wenig Energien da rein gesteckt haben."
Stefan Keuchel, Leiter Unternehmenskommunikation, Google Germany stieß einen schrillen Weckruf an die deutschen Kommunikationschefs aus: "Die Unternehmen verschlafen die Möglichkeiten der Corporate Blogs. Da fehlt es an Mut!" Da wurde so mancher Notizblock gezückt.
Lars-Christian Cords, Partner, fischerAppelt Kommunikation sah das ganz anders und konterte hart an der Grenze des Erlaubten. Der allergrößte Teil der Web 2.0-Inhalte (nämlich 99,9 Prozent) ist egozentrischer Müll. Die Anwesenden stöhnten betroffen auf.
Etwas ausgleichender zeigte sich dagegen Klaus-Peter Frahm, Head of Corporate Technology, news aktuell. "Die Blogosphäre in Deutschland ist heute ein Stück weit erwachsen geworden", bilanzierte er. Doch dann lugte doch noch ein wenig kindliche Web 2.0-Begeisterung hervor. RSS ist "wahnsinnig praktisch, wahnsinnig einfach und wahnsinnig zeitsparend". Chapeau!
Viel Wert auf Etikette legte Philip Graf Dönhoff, Geschäftsführer, Netzeitung, der noch mal unterstrich, was die Blogosphäre so erfolgreich gemacht hat. Authentisch muss ein Blog sein, alles andere funktioniert eh nicht. Und anbiedern darf man sich bei den Bloggern auch nicht. Dann schlagen sie zurück. Zu bewundern ist das Web 2.0-Engagement der Netzeitung übrigens in der Readers Edition.
Moderiert hat die Veranstaltung Annette Hillebrand, geschäftsführende Direktorin der Akademie für Publizistik. Großes Lob dafür, wie sie das heterogene Podium immer wieder zurück zum Thema gebracht hat.
So hat übrigens wirres.net den Abend gesehen: "eine lustige, gutgelaunte runde. obwohl so richtig gutgelaunt war nur blumencron. der hatte ein dauergrinsen aufgesetzt und blickte ständig erwartungsfroh ins publikum."

Für alle, die nicht im Audimax waren, hier das Wichtigste in Kürze:
Publikumsmagnet Mathias Müller von Blumencron, Chefredakteur, SPIEGEL Online beruhigte die Anwesenden. Der Bestand der klassischen Medien ist gesichert. Trotz Web 2.0. Die Anbieter von Fachinformationen müssen sich allerdings warm anziehen, wenn sie nicht vom Orkan Web 2.0 hinweggefegt werden wollen. Allein die Wochenzeitungen hätten es bisher verstanden, das Internet optimal für sich zu nutzen. "Es ist fatal, dass die Tageszeitungen bisher so wenig Energien da rein gesteckt haben."
Stefan Keuchel, Leiter Unternehmenskommunikation, Google Germany stieß einen schrillen Weckruf an die deutschen Kommunikationschefs aus: "Die Unternehmen verschlafen die Möglichkeiten der Corporate Blogs. Da fehlt es an Mut!" Da wurde so mancher Notizblock gezückt.
Lars-Christian Cords, Partner, fischerAppelt Kommunikation sah das ganz anders und konterte hart an der Grenze des Erlaubten. Der allergrößte Teil der Web 2.0-Inhalte (nämlich 99,9 Prozent) ist egozentrischer Müll. Die Anwesenden stöhnten betroffen auf.
Etwas ausgleichender zeigte sich dagegen Klaus-Peter Frahm, Head of Corporate Technology, news aktuell. "Die Blogosphäre in Deutschland ist heute ein Stück weit erwachsen geworden", bilanzierte er. Doch dann lugte doch noch ein wenig kindliche Web 2.0-Begeisterung hervor. RSS ist "wahnsinnig praktisch, wahnsinnig einfach und wahnsinnig zeitsparend". Chapeau!
Viel Wert auf Etikette legte Philip Graf Dönhoff, Geschäftsführer, Netzeitung, der noch mal unterstrich, was die Blogosphäre so erfolgreich gemacht hat. Authentisch muss ein Blog sein, alles andere funktioniert eh nicht. Und anbiedern darf man sich bei den Bloggern auch nicht. Dann schlagen sie zurück. Zu bewundern ist das Web 2.0-Engagement der Netzeitung übrigens in der Readers Edition.
Moderiert hat die Veranstaltung Annette Hillebrand, geschäftsführende Direktorin der Akademie für Publizistik. Großes Lob dafür, wie sie das heterogene Podium immer wieder zurück zum Thema gebracht hat.
So hat übrigens wirres.net den Abend gesehen: "eine lustige, gutgelaunte runde. obwohl so richtig gutgelaunt war nur blumencron. der hatte ein dauergrinsen aufgesetzt und blickte ständig erwartungsfroh ins publikum."







Mannomann, ist DAS aufregend! Ja, hey, "Web 2.0" ist jetzt wirklich bei euch angekommen, ähm, in der lustigen und vollends verdrehten Welt der PR und der Werbefritzen. Nein, ich werfe euch nicht vor, dass ihr für Geld verdreht, deichselt und lügt, was das Zeug hält.
Das tun andere.