02.05.2007: Kleines Lehrstück zu Journalismus 2.0
Das Klose-Thema wird langsam zu einem kleinen Desaster für sueddeutsche.de. Kaum war offiziell bestätigt, dass der Stürmer entgegen der "sicheren Quellen" der SZ in Bremen bleibt, ging es in den Kommentaren hoch her. Das war, wenn auch teilweise etwas zu giftig, eigentlich genau das, was ich mir unter Journalismus 2.0 immer vorgestellt habe: Die Nachricht und was dahinter passiert, wird durch die Einbeziehung der Leser kritisch begleitet und transparent gemacht. Jetzt, etwa vier Stunden später finden sich unter dem Klose-Artikel von heute Nachmittag folgende Zeilen:

Egal, ob die SZ nun falsch, beinahe falsch oder fast richtig lag: Souveränität sieht anders aus. Schade. Aber die Onliner sind ja clever und diskutieren einfach im nächsten Artikel das Thema weiter. Besser wird's jedenfalls nicht für die SZ. Und falls diese Diskussion auch bald vom Netz genommen wird, hier wenigsten ein Screenshot davon:


Egal, ob die SZ nun falsch, beinahe falsch oder fast richtig lag: Souveränität sieht anders aus. Schade. Aber die Onliner sind ja clever und diskutieren einfach im nächsten Artikel das Thema weiter. Besser wird's jedenfalls nicht für die SZ. Und falls diese Diskussion auch bald vom Netz genommen wird, hier wenigsten ein Screenshot davon:

01.05.2007: Ente oder Scoop?
Jetzt hat mir die SZ doch glatt diesen schönen 1. Mai verhagelt. So bitter diese Nachricht für mich persönlich als Bremer aber sein mag, fast noch spannender ist, ob sich die Klose-Meldung als Ente herausstellen wird oder nicht. Da kann sich schon mal entscheiden, ob man als beste deutsche Sportredaktion gekürt wird ... In der SZ heisst es jedenfalls: "Im Stillen planen die Bayern bereits mit dem deutschen Nationalstürmer: Wie die Süddeutsche Zeitung aus sicherer Quelle erfuhr, hat sich der FC Bayern mit Klose bereits auf einen Transfer verständigt."

Wirklich lesenswert sind die Kommentare auf suedeutsche.de zu dieser Meldung - insbesondere weil mindestens die Hälfte der Kommentatoren sich eher aus journalistischer Sicht mit der Frage auseinandersetzt was es für die Redaktion bedeuten würde, wenn die Meldung sich nicht bestätigt. Ich hoffe ja tatsächlich auf einen Rohrkrepierer. Nicht weil ich der SZ diese Ente gönnen würde, aber mir wär's lieber, wenn Klose an der Weser bleibt. Morgen wissen wir vielleicht schon mehr ...

Wirklich lesenswert sind die Kommentare auf suedeutsche.de zu dieser Meldung - insbesondere weil mindestens die Hälfte der Kommentatoren sich eher aus journalistischer Sicht mit der Frage auseinandersetzt was es für die Redaktion bedeuten würde, wenn die Meldung sich nicht bestätigt. Ich hoffe ja tatsächlich auf einen Rohrkrepierer. Nicht weil ich der SZ diese Ente gönnen würde, aber mir wär's lieber, wenn Klose an der Weser bleibt. Morgen wissen wir vielleicht schon mehr ...


