22.10.2008: PR-Klartext. Ein Wörterbuch für Journalisten
Via PR-Journal: EPD Medien übersetzt "PR-Sprech" für Journalisten. Kostprobe:
PR-Sprech: Unser EBITDA liegt bei 20 Millionen Euro, unser Unternehmen ist kerngesund.
Klartext: Wir sind komplett unrentabel. Wenn wir rentabel wären, würden in unseren Berichten nicht das EBITDA so hervorheben, sondern vielleicht das EBIT oder das Ergebnis. Aber so ein Journalist hat ja von Wirtschaft keine Ahnung, und solange ein Plus vor der Zahl steht, klingt das gut. Wenn die Geschäfte noch schlechter laufen und sogar das EBITDA ins Minus rutscht, erfinden wir einfach eine neue Kennziffer und nennen sie EBA (earnings before anything).
PR-Sprech: Unser EBITDA liegt bei 20 Millionen Euro, unser Unternehmen ist kerngesund.
Klartext: Wir sind komplett unrentabel. Wenn wir rentabel wären, würden in unseren Berichten nicht das EBITDA so hervorheben, sondern vielleicht das EBIT oder das Ergebnis. Aber so ein Journalist hat ja von Wirtschaft keine Ahnung, und solange ein Plus vor der Zahl steht, klingt das gut. Wenn die Geschäfte noch schlechter laufen und sogar das EBITDA ins Minus rutscht, erfinden wir einfach eine neue Kennziffer und nennen sie EBA (earnings before anything).
Tags: Pfeffer / PR-Sprache
17.10.2008: Und wie ist Ihr Privatkoch so?
Sie haben keinen? Das könnte daran liegen, dass Sie PR-Fuzzi sind und kein Verlagsmanager. Sie meinen, denen ginge es in diesen Tagen doch besonders mies? Alles Quatsch! - Wie diese Stellenanzeige aus der Süddeutschen Zeitung vom 04.10. nahelegt:

Die w&v rätselt in der aktuellen Ausgabe (S. 54) jedenfalls schon, ob Patricia Riekel ihrem Helmut Markwort die Vorliebe für Herzhaftes abgewöhnen will oder Philipp Weltes Wechsel "mit ein paar kleinen Zusatz-Nettigkeiten verbunden" ist. Das ist zwar furchtbar albern, entbehrt aber in Anbetracht der Diskussionen um A) Managergehälter und B) die Krise der Verlagshäuser nicht einer gewissen Komik, wie ich finde.

Die w&v rätselt in der aktuellen Ausgabe (S. 54) jedenfalls schon, ob Patricia Riekel ihrem Helmut Markwort die Vorliebe für Herzhaftes abgewöhnen will oder Philipp Weltes Wechsel "mit ein paar kleinen Zusatz-Nettigkeiten verbunden" ist. Das ist zwar furchtbar albern, entbehrt aber in Anbetracht der Diskussionen um A) Managergehälter und B) die Krise der Verlagshäuser nicht einer gewissen Komik, wie ich finde.
Ein Lehrstück für jeden Kommunikationsprofi, wie ich meine. Und amüsant dazu, auch wenn mancher Lacher eher im Halse stecken bleibt. Oder es besser sollte.


