04.09.2008: Ein brisanter neuer Datenklau
via Basic Thinking drauf aufmerksam geworden:
Die Wiso-Redaktion hat offenbar einen neuen Fall von Datendiebstahl entdeckt und daraufhin die Betroffenen per Massenmail angeschrieben: Ihre E-Mail-Adresse samt Passwort läge auf einem frei zugänglichen Server in China und sie sollten doch dringend mal schauen, wo sie diese Kombination vielleicht noch verwendet haben. Für weitere Infos mögen sie dann nächsten Montag Wiso schauen...
Über die Vorgehensweise von Wiso mag man streiten, aber viel interessanter scheint die daraufhin entbrannte Diskussion unter den Betroffenen, vor allem hier: Da wird in sehr schnellem Dialog (fast 300 Posts in 12 Stunden!) die mögliche Quelle ausgemacht. - Brisant: Die User verdächtigen überwiegend "eine der Big4 Wirtschaftsprüfungsgesellschaften mit drei Buchstaben", die Daten würden angeblich aus deren Bewerbermanagement stammen. - Autsch!
Spanndend dabei sind auch die Kommentare, in denen User gegen 21:40 Uhr berichten, man könne sich auf der Website der Firma nicht mehr für den Bewerbungsprozess registrieren. Das ist auch jetzt noch der Fall: Wartungsarbeiten.
Mindestens eine Pressestelle dürfte heute wohl alle Hände voll zu tun haben...
---
Nachtrag:
Mittlerweile hat sich eben diese Pressestelle auch geäußert. Bleibt abzuwarten, ob die Opfer-Rolle durchzuhalten ist: Bei Basic Thinking ist von bis zu vier Jahre alten Bewerbungen die Rede, während PwC auf seiner eigenen Website schreibt: "5. Wir speichern personenbezogene Daten die Sie uns übermitteln nur so lange, wie sie benötigt werden, um die Zwecke zu erfüllen, zu denen diese Daten übermittelt wurden, oder solange dies von Gesetzes wegen vorgeschrieben ist."
Die Wiso-Redaktion hat offenbar einen neuen Fall von Datendiebstahl entdeckt und daraufhin die Betroffenen per Massenmail angeschrieben: Ihre E-Mail-Adresse samt Passwort läge auf einem frei zugänglichen Server in China und sie sollten doch dringend mal schauen, wo sie diese Kombination vielleicht noch verwendet haben. Für weitere Infos mögen sie dann nächsten Montag Wiso schauen...
Über die Vorgehensweise von Wiso mag man streiten, aber viel interessanter scheint die daraufhin entbrannte Diskussion unter den Betroffenen, vor allem hier: Da wird in sehr schnellem Dialog (fast 300 Posts in 12 Stunden!) die mögliche Quelle ausgemacht. - Brisant: Die User verdächtigen überwiegend "eine der Big4 Wirtschaftsprüfungsgesellschaften mit drei Buchstaben", die Daten würden angeblich aus deren Bewerbermanagement stammen. - Autsch!
Spanndend dabei sind auch die Kommentare, in denen User gegen 21:40 Uhr berichten, man könne sich auf der Website der Firma nicht mehr für den Bewerbungsprozess registrieren. Das ist auch jetzt noch der Fall: Wartungsarbeiten.
Mindestens eine Pressestelle dürfte heute wohl alle Hände voll zu tun haben...
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Nachtrag:
Mittlerweile hat sich eben diese Pressestelle auch geäußert. Bleibt abzuwarten, ob die Opfer-Rolle durchzuhalten ist: Bei Basic Thinking ist von bis zu vier Jahre alten Bewerbungen die Rede, während PwC auf seiner eigenen Website schreibt: "5. Wir speichern personenbezogene Daten die Sie uns übermitteln nur so lange, wie sie benötigt werden, um die Zwecke zu erfüllen, zu denen diese Daten übermittelt wurden, oder solange dies von Gesetzes wegen vorgeschrieben ist."
Sinngemäß vermeldet Radio Jump vom MDR eben um 17:30 in seinen Nachrichten, dass das EU-Parlament ein Verbot der Darstellung von Frauen am Herd in der Werbung beschlossen hat. Google News um 17:35: Einzige Meldung dazu kommt von SPON und ist wiederum nur wenige Minuten alt. Darin heißt es: "Kochende Muttis, waschende Omis, putzwütige Mädchen: Solche Bilder soll es künftig nicht mehr in der Fernsehwerbung geben. Das EU-Parlament will klischeebehaftete Reklame verbannen, um Diskriminierung zu unterbinden (...)".
Um es genauer zu wissen, auf die Seite vom EU-Parlament gegangen. Dort findet man (lediglich) diese Pressemitteilung, in der von "entwürdigende Botschaften auf der Grundlage von Geschlechterstereotypen" die Rede ist. Ob damit auch kochende Frauen gemeint sind, bleibt so schwammig wie die gesamte Pressemitteilung. Mir scheint: Nicht klar ausgedrückt, SPON die Interpretation überlassen - und zack ist´s rum.
Und wie kommt´s beim Rezipienten an? Ein Blick auf das SPON-Forum zu dem Thema genügt, um die Vermutung bestätigt bestätigt zu bekommen: "Haben die in Brüssel sonst nix zu tun?", denkt der Bürger und schüttelt den Kopf. - Da helfen alle Pro Europa-Kampagnen wenig.
Spätestens jetzt aber muss sich wohl jede Branche Gedanken um mögliche (Werbe-)Regulationen aus Brüssel machen - wenn schon Suppen-, Waschmittel- und Puppenhersteller betroffen sind...
Um es genauer zu wissen, auf die Seite vom EU-Parlament gegangen. Dort findet man (lediglich) diese Pressemitteilung, in der von "entwürdigende Botschaften auf der Grundlage von Geschlechterstereotypen" die Rede ist. Ob damit auch kochende Frauen gemeint sind, bleibt so schwammig wie die gesamte Pressemitteilung. Mir scheint: Nicht klar ausgedrückt, SPON die Interpretation überlassen - und zack ist´s rum.
Und wie kommt´s beim Rezipienten an? Ein Blick auf das SPON-Forum zu dem Thema genügt, um die Vermutung bestätigt bestätigt zu bekommen: "Haben die in Brüssel sonst nix zu tun?", denkt der Bürger und schüttelt den Kopf. - Da helfen alle Pro Europa-Kampagnen wenig.
Spätestens jetzt aber muss sich wohl jede Branche Gedanken um mögliche (Werbe-)Regulationen aus Brüssel machen - wenn schon Suppen-, Waschmittel- und Puppenhersteller betroffen sind...


