Ich habe es mit meinen eigenen Augen gesehen - und ihnen trotzdem nicht getraut.
Zunächst hielt ich es für eine Promotion des Campingbedarfshandels Coleman oder für irgendeinen flashmob: Kommt heute alle zur Market Street in San Francisco, mit Eurem Camping-Equipment, euren Picknick-Decken, bringt Eure Laptops mit, Eure iPods, genügend zu trinken und zu essen, denkt euch Unterhaltungsprogramme aus, wie z.B. Straßenminigolf, tut so, als ob Ihr in einem Starbucks Cafe sitzt, aber eben nur auf den Bürgersteigen von San Francisco. Deckt möglichst viele Blocks ab, lasst lediglich die Garageneinfahrten frei. Und lasst die Bettler mitmachen, diejenigen, die kleine Pappschilder tragen mit "iWait for you". Oder nutzt die Dienste von "semi-professionellen Wartern" ...

Ok - aber warum? Die Antwort heißt iPhone Weltpremiere. "We are waiting here since last night," erklärte mir eine Studentin.

So - und jetzt kommen Sie. Mit Ihren Millionen von Werbe-Euros, wovon die Hälfte wahrscheinlich verpufft, mit Ihren Schwierigkeiten überhaupt jemanden zum Zuhören zu bewegen oder gar dazu, Sie anzurufen, ein email zu schicken, am POS auf Ihr Produkt zu achten. Der Konsument will das alles nicht mehr?

Well... gilt nicht für iPhone. Dafür steht man eben mal locker 24 Stunden an - und wird so ganz nebenbei zur Breaking News auf allen TV-Sendern.
Für alle, die mehr sehen wollen: Businessweek hat online eine Menge.
Und mein Kollege Stevel Rubel hat auf Twitter seine Erlebnisse mit dem iPhone-Kauf und dem anfänglichen "iBrick" live berichtet...