07.03.2007: Nachruf auf einen Visionär
Von: Andres Wittermann
Wie vermeldet ist mit Jean Baudrillard einer der großen modernen Philosophen und Medientheoretiker gestorben. Sicher wird diese Meldung nur wenige Menschen wirklich interessieren, gehören doch Philosophen heute kaum zu den Menschen, die großen Einfluss auf die Mehrheit der Bevölkerung haben. Schade eigentlich.
Aber Baudrillard hat dies sicher verstanden. War ihm doch die Funktionsweise von Medien und die Entstehung von "Wirklichkeit" - und damit Wirkung - so vertraut, dass er schon seit Jahrzehnten Dinge erahnte, die heute Realität geworden sind (wobei das Wort "Realität" eigentlich gerade bei ihm nicht passt).
Der SPIEGEL ONLINE Nachruf zieht einen direkten Bogen von Baudrillards Schriften zur virtuellen Welt Second Life - was ja auch naheliegt (ein Kommentar in SZ Online verdammt diese Deutung jedoch auf recht "amüsante" Weise). War doch die Virtualisierung der Realität durch die digitalen / elektronischen Medien eines der Hauptthemen seines Denkens.
Ich bedauere es, dass generell zu wenig Zeit vorhanden ist, um sich als PR-Spezialist oder Medienkenner mit diesen Themen ausführlicher zu befassen. Im Rahmen einer kleinen persönlichen Umfrage konnte mir kein Befragter sagen, was es mit Baudrillard auf sich hat. Praxisferne ist sicher ein großes Manko in der heutigen Ausbildung - aber manchmal denke ich, dass auch ein bisschen mehr ausgeprägte Theorienähe manchmal nicht schaden könnte, um Prozesse in der Entstehung von Nachrichten zu verstehen, zu deuten - und in die eigene Arbeit einfließen zu lassen.
Aber wahrscheinlich spricht hier nur der in der Realität gelandete Ex-Geisteswissenschaftler.
Aber Baudrillard hat dies sicher verstanden. War ihm doch die Funktionsweise von Medien und die Entstehung von "Wirklichkeit" - und damit Wirkung - so vertraut, dass er schon seit Jahrzehnten Dinge erahnte, die heute Realität geworden sind (wobei das Wort "Realität" eigentlich gerade bei ihm nicht passt).
Der SPIEGEL ONLINE Nachruf zieht einen direkten Bogen von Baudrillards Schriften zur virtuellen Welt Second Life - was ja auch naheliegt (ein Kommentar in SZ Online verdammt diese Deutung jedoch auf recht "amüsante" Weise). War doch die Virtualisierung der Realität durch die digitalen / elektronischen Medien eines der Hauptthemen seines Denkens.
Ich bedauere es, dass generell zu wenig Zeit vorhanden ist, um sich als PR-Spezialist oder Medienkenner mit diesen Themen ausführlicher zu befassen. Im Rahmen einer kleinen persönlichen Umfrage konnte mir kein Befragter sagen, was es mit Baudrillard auf sich hat. Praxisferne ist sicher ein großes Manko in der heutigen Ausbildung - aber manchmal denke ich, dass auch ein bisschen mehr ausgeprägte Theorienähe manchmal nicht schaden könnte, um Prozesse in der Entstehung von Nachrichten zu verstehen, zu deuten - und in die eigene Arbeit einfließen zu lassen.
Aber wahrscheinlich spricht hier nur der in der Realität gelandete Ex-Geisteswissenschaftler.
Tags: Öffentlichkeitsarbeit / Internet / Journalismus / Kommunikationsverhalten / Medien / PR-Ausbildung / PR / PR-Forschung / Second Life / second life







Glauben Sie mir, diesen unbelehrbaren Figuren können Sie 1000-mal sagen, dass fast alles vorhersehbar sei, dass das bares Geld bedeute, ihre Theorieverachtung legt sich nie. Dagegen kämpfen selbst Götter vergebens ...
;-)