Alexander Gerber

Leiter der Innovationskommunikation
(Marketing, Events, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit),
Fraunhofer-Verbund (IuK)

Chefredakteur, InnoVisions Magazin

Inhaber, Kommunikationsberatung C3-Consult
alles lesen!
Zum Ende unseres mediacoffee-Blogs (siehe Ankündigung von Jens Petersen) sei noch etwas Werbung in eigener Sache gestattet. -- Auch auf die Gefahr hin, Klaus Jarchows These von der mangelnden Dialogfähigkeit der PR noch zu stützen... ;-)

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Zum Thema Innovationskommunikation wird es auch als Blog eine Fortsetzung geben. Wir arbeiten daran und geben Bescheid. Wer möchte, kann unterdessen im XING-Forum "Innovationsmanagement" mitlesen. Hier haben wir zusammen mit gut 5.500 Experten in den vergangenen vier Jahren fast 7.000 Diskussionen geführt. Nicht nur zu Kommunikaiton, natürlich, aber eben dazu auch.

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Neu erschienen ist gerade die dritte Auflage von "Wissenschaft kommunizieren".
Seit dem heutigen Web-Relaunch lässt sich die erste Ausgabe komplett als E-Paper durchblättern, und Abonnenten können jetzt Dutzende Fachbeiträge kostenfrei herunterladen. Der Verlag war so nett, mir zu gestatten, einen Teil meines eigenen Beitrags hier noch zur Diskussion zu stellen -- beeilt euch, morgen ist Feierabend! ;-)


Der (anonyme) Absolvent einer Journalistenschule hat dem Wikipedia-Eintrag zu unserem neuen Bundeswirtschaftsminister einen zehnten Vornamen dazugedichtet, was von nahezu allen Qualitätsmedien dieses Landes ungeprüft übernommen wurde, so ein Bericht von zapp. Nicht nur auf die Zuverlässigkeit der Quelle Wikipedia wirft dies ein schlechtes Licht, sondern auch auf die Recherchekompetenz der "herkömmlichen" Presse, meint der Anonyme in einem Gastbeitrag des BILDblogs (denn auch BILD druckte den falschen Vornamen auf der Titelseite) -- womit wir wieder beim üblichen "Blogging killed the Journalism Star" wären...
"Spiegel Online schrieb sogar, der neue Minister würde sich selbst mit dem Namen vorstellen, den ich ihm wenige Stunden zuvor gegeben hatte", schreibt der anonyme "Fälscher", mit dem jetzt ein Interview auf zeit.de erschienen ist. Spannend hierbei ist vor allem die Tatsache, dass Zweifel an der Richtigkeit der Quelle (Wikipedia) mit genau jenen Veröffentlichungen ausgeräumt wurden, die ursprünglich auf die Quelle Bezug genommen hatten. Sehr berechtigte Frage des Interviews: "Müssen Sie ein System wirklich hacken, um zu zeigen, dass es Probleme hat?" Oder sind 90% Richtigkeit vielleicht sogar gar nicht so schlecht...? ;-)



Einen rund 20-seitigen Themenschwerpunkt zu „Innovationskommunikation“ bietet der im F.A.Z.-Institut erscheinende „Innovations-Manager“ in seiner aktuellen Ausgabe (04/2008).
Das Heft gibt einen Überblick, vor allem zur Anwendung von Web-2.0-Werkzeugen und zur Zuspitzung von Produktbotschaften in der Unternehmenskommunikation. Ansgar Zerfaß macht in einem Interview die Relevanz kommunikationswissenschaftlicher Methoden wie etwa des „Framings“ für eine länder- und themenspezifische Technologie-PR deutlich.
IM-Cover
(Framing: -> Medienwirkungsforschung: Interpretation von Botschaften und Veränderung von „Deutungsrahmen“ durch den „Absender“).
In der aktuellen Ausgabe des „Innovations-Managers“ geht es außerdem um Praxisbeispiele von Siemens, MAN, Cisco u.a.m., und auch das Bundeswirtschaftsministerium hat einen Beitrag zu seinem „TOP-Programm“ beigesteuert.
Ein Artikel zur Rolle der Unternehmenskommunikation bei Open Innovation kommt von Prof. Täube (Wachstumsmanagement an der EBS) und mir selbst: „Stethoskop statt Megaphon“: Wir argumentieren darin unter anderem, dass zeitgemäße Innovationskommunikation nicht nur bedeute, Produkte und Forschungsergebnisse PR-technisch aufzubereiten und deren Markteinführung zu unterstützen, sondern auch die Meinungsbildung bei wichtigen Bezugsgruppen zu beobachten, den Fluss interner und externer Informationen zu managen und den Dialog mit den Partnern zu moderieren. Ziel müsse es sein, Entwicklungen in alten und neuen Märkten möglichst frühzeitig und mit geringem Aufwand zu verstehen.


Mit einem offenen Brief haben vier Wissenschaftsjournalistenverbände auf die Entscheidung des CNN reagiert, die gesamte Wissenschafts-, Technologie- und Umweltredaktion aufzulösen. Es sei vollkommen unverständlich und ein unglückliches Zeichen, dass ein weltweit ausstrahlender TV-Sender mit bislang renommierter wissenschaftlicher Berichterstattung gut ausgebildeten Wissenschaftsjournalisten kündigt, fasst die Wissenschaftspressekonferenz zusammen (wpk).

CNN hatte Anfang Dezember überraschend mitgeteilt, seine Wissenschaftsredaktion aufzulösen. Statt dessen sei eine Integration der Themen in die Stammredaktion geplant, so der Columbia Journalism Review. Ähnliche Personalkürzungen hatte es zuvor bei NBC gegeben.


Die Konsequenzen der Finanzkrise für die Medienlandschaft werden durch die Einstellungsstopps bei den Verlagen und die jüngsten Entscheidungen im Hause G+J deutlich. Thomas Knüwer fasst die Diskussion in "Indiskretion Ehrensache" zusammen und stößt damit eine heftige Debatte an, die sich letztlich um die Frage dreht, welche Zukunft der Qualitätsjournalismus hat, wenn niemand hierfür tragfähige Online-Geschäftsmodelle findet. Oder fehlt bloß der Mut zur Erneuerung redaktioneller Formate? Mehr in seinem Blog...